Aktuelles
22.05.2023
Jahreshauptversammlung der Freien Wähler Herrieden 2023 – Vorstellung des Landtagskandidaten Bernhard Meyer
Am 12. Mai 2023 fand beim Bergwirt die Jahreshauptversammlung der Freien Wähler Herrieden 2023 statt. Der Raum platzte aus allen Nähten, als Vorsitzender Christian Enz die Teilnehmer aus der Stadt Herrieden, dem Landkreis Ansbach und der Stadt Ansbach, unter ihnen Landtagskandidaten Bernhard Meyer, begrüßte.
Im Tätigkeitsbericht der Vorstandschaft berichtete Christian Enz unter anderem von der Teilnahme an der Feier zum 50-jährigen Bestehen des Landkreises Ansbach, vom Besuch in der Partnerstadt Melk, von der Podiumsdiskussion beim Weinfest über Frauen in der Politik, vom Ausflug der Freien Wähler Herrieden mit Armin Kroder nach Bad Windsheim ins Freilandmuseum sowie von der Teilnahme am Faschingsumzug. Des Weiteren fanden zahlreiche öffentlichen Fraktionssitzungen zu den aktuellen Themen der Stadtrats- und Ausschusssitzungen statt. Der Vorsitzende dankte allen Unterstützern – ob finanziell, inhaltlich oder bei Diskussionen auf der heimischen Couch.
Gertrud Herrmann, dienstälteste Schatzmeisterin der Freien Wähler (Gründungsmitglied und seit 51 Jahren im Amt), berichtete über die gelungene Kassenführung. Rechnungsprüferinnen Gaby Rauch und Maria Rauch dankten für die Kassenführung und stellten den Antrag auf Entlastung der Vorstandschaft, der einstimmig angenommen wurde.
Schwerpunkt des Abends war das Grußwort von Landtagskandidat Bernhard Meyer aus Ansbach. Er führte seine drei Hauptthemen weiter aus, diese sind: Energiepolitik, Regionale Wirtschaftskreisluft und die Wasserversorgung als wichtigstes Thema der nächsten Jahre. Bernhard Meyer sieht sich selbst als Diener des Volkes und möchte dazu beitragen, dass in der Politik keine unsinnigen Entscheidungen, wie der erzwungene Heizungstausch, getroffen werden. Die regionale Landwirtschaft, deren Wichtigkeit insbesondere seit Corona und der Ukraine-Krise sichtbar sei, habe jedoch Vertriebsstrukturen, die noch in den Kinderschuhen stecken. Noch dazu mache es sich die Bürokratie auch nicht leicht – zwei Drittel der Baukosten für z.B. Hochwasserschutzmaßnahmen würden für juristische Gutachten ausgegeben.
Bei der regen Diskussion im Anschluss wurde deutlich, dass Bernhard Meyer gefestigte Meinungen hat. So sieht er eine Herabsetzung des Wahlalters auf 16 Jahre kritisch, da seiner Ansicht nach die „großen Fragen“ hierüber nicht beantwortet würden. Man müsse ferner auch nach der Strafmündigkeit fragen. Andererseits, so die Aktiven der Freien Wähler Herrieden, habe sich die Alterspyramide geändert: Ruheständler entscheiden über die Politik, während Jugendliche Steuern zahlen müssen und in der EU mit 16 wählen dürfen, nicht jedoch in Deutschland. Fair wäre eine Stimme je Kind, das die Eltern vom Alter 0 bis 17 ausüben müssten.
Auf die Frage, „wenn Du ein Küchengerät wärst, welches wärst Du dann, und warum?“ überlegte Bernhard Meyer – entschied sich dann jedoch klar für „eine Küchenmaschine, da man damit viele verschiedene Dinge machen könne“.
Am Ende der Diskussion dankte Bernhard Meyer für die Einladung nach Herrieden. Er nehme viel von der Stimmung mit, der Abend seit für ihn sehr wichtig gewesen, um auch die Freien Wähler Herrieden vor Ort kennenzulernen. Er finde es gut, dass die Freien Wähler eine kritische Vereinigung sind – auch ihren eigenen Mandatsträgern gegenüber. Man habe auf diese Weise in den letzten Jahren auch viel Sinnvolles erreicht. So sei es besser, dass den Kommunen mehr Geld zur freien Verfügung stünde, als mit zentralen Geldern Unsinniges zu finanzieren, was oft bei speziellen Fördertöpfen passiere. Je mehr Förderungen und Fördertöpfe, desto mehr Bürokratie jedoch sei nötig.
Als nächstes informierten Christian Enz und Gaby Rauch über die aktuellen Themen im Stadtrat Herrieden, so insbesondere die Themen Verkehrsentlastung, Bürgerschloss und Verkehrskonzept.
In einem Rückblick wurde die aufgelöste Koalition im Stadtrat betrachtet. Man stellte fest, dass ein einziges einigendes Element – der gemeinsame Gegner – nicht ausreiche für eine dauerhafte Zusammenarbeit. Natürlich war es notwendig, die „Alleinherrschaft“ der letzten Jahrzehnte aufzulösen. Nun würden für jede Entscheidung aufwändige Gespräche geführt – die sich jedoch in sinnvollen, ideologiefreien Ergebnissen niederschlagen würden.
Zum Ende des interessanten Abends beendete Vorsitzender Christian Enz den offiziellen Teil der Jahreshauptversammlung.